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1. August 2014 · GGW - Gossler, Gobert & Wolters Gruppe

In fünf Schritten zur aktiven Gesundheitsförderung im Unternehmen


Verantwortungsvolle Führung umfasst ein gutes Gesundheitsmanagement. Welche Wege zu einem gesundheitsgerechten Arbeitsplatz führen.

Systematisches Gesundheitsmanagement schafft gerade in wachsenden Unternehmen ein Gleichgewicht zwischen betriebswirtschaftlichen Interessen und gesunder Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Dr. Kerstin Liesenfeld, Geschäftsführerin der Corporate Coaching Company und Kommunikationspsychologin, empfiehlt fünf Maßnahmen zur Förderung einer soliden Gesundheitskultur.

Schritt 1: Informations- und Erfahrungsaustausch durch Zirkel und Fortbildungen
Als Präventionsmaßnahme und strukturierte Hilfe zum internen Umgang mit Krankheiten helfen Erfahrungs- und Informationsweitergaben. Informationsveranstaltungen, wie zum Beispiel zum Thema „Burnout“ oder „Selbstführung“, die flächendeckend für präventive Aufklärung sorgen, sowie gezielte Trainings sind sinnvoll und nachhaltig. Themenzentrierte Gesundheitszirkel, in denen Berufsgruppen mit spezifischen Risiken von geschulten Moderatoren in Kleingruppen begleitet werden, halten die Mitarbeiter fit.

Schritt 2: Die richtigen Strukturen im Unternehmen schaffen
Prinzipiell sollte die betriebliche Gesundheitsförderung als Führungsaufgabe angesehen werden. Teilbereiche des Gesundheitsmanagements können, je nach Größe des Unternehmens, vom betriebsärztlichen Dienst oder Sozialdienst wahrgenommen werden. Ergänzende Netzwerklösungen durch externe Dienstleister (Gesundheitstraining, Prävention) sind gut mit betriebsinternen Strukturen kombinierbar.

Schritt 3: Für kontinuierliche Prozesse sorgen
Die konstante Datenpflege rund um die Gesundheit der Belegschaft ist Grundvoraussetzung. Regelmäßige Abläufe, wie etwa die Gesundheitsvorsorge, und anlassbezogene Prozesse, wie zielgerichtete Interventionen, müssen organisiert, aufbereitet und für die Mitarbeiter in verständlicher Form, etwa durch News, Handbücher oder Online-Tools, weitergegeben werden.

Schritt 4: Zielvereinbarungen treffen
Führungskr.fte sollten gemeinsam mit Betriebsärzten, beratenden Fachkräften und Dienstleistern strategische und operationale Ziele festlegen. So können entsprechend der Zielvereinbarungen Führungsverhalten, Maßnahmen, Beratung, etc. gemessen, beurteilt und bewertet werden.

Schritt 5: Der Gesundheitsbericht
Das Einbetten von anonymisierten Daten über Krankheitsgeschehen in die Personaldaten bildet eine der Grundlagen für gesundheitsbewusste Personalentwicklung. Gerade in Wachstumsphasen ist die Bewertung der Leistungskompetenz von Mitarbeitern mit Hilfe eines Gesundheitsberichts empfehlenswert. Aktivitäten mit Auswirkungen auf die Gesundheit können so überprüft und an Wachstumsszenarien angepasst werden. Aktivitäten, die dem Erhalt und der Verbesserung der Leistung dienen, können präventiv eingesetzt werden.



aktive_gesundheitsforderung_im_unternehmen.pdf